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geschichtlicher hintergrund

im alten indien sah man im ablauf der geschichte nur das wechselnde spiel kosmischer kräfte, dem alle lebewesen ausgeliefert sind. geschichtsdaten wurden daher nicht festgehalten, weshalb sie heute nachträglich konstruiert werden müssen. erschwerend erweist sich auch die indische angewohnheit, beim abschreiben erneuerungsbedürfdiger palmblatt-texte kürzungen vorzunehmen oder auffassungen einer späteren zeit hinzuzufügen.

um 3000 – 1400 vor chr. blühte die induskultur. von ausgrabungen weiss man, dass es sich um eine bedeutende stadtkultur handelte.

um 1400 vor chr. begann dann die invasion der arischen hirtenkrieger, die die städte und bauten der induskultur zerstörten. nach und nach besetzten diese hirtenkrieger die gesamte ganges-ebene als weideland für ihre herden. diese hirten brachten aus ihrer uns unbekannten heimat u.a. den veda mit, eines der wichtigsten und umfangreichsten indischen kulturdokumente. der veda ist in einer eigenen sprache, die man vedisch nennt, verfasst. aus ihr entwickelte sich das klassische sanskrit, in dem alle späteren indischen lehrwerke verfasst sind.

der veda – die veden
das wissen

die indo-arische kultur dauerte ca. von 1200 v. - 300 n. chr. es war eine überaus kulturelle und geistig fruchtbare zeit.

dann kam es zu einem sinnlosen bruderkrieg innerhalb des arischen kriegeradels, etwa 500 v. chr. wo man sich gegenseitig ausrottete. diese geschichte wird in der bhagavad gita erzählt, wobei es zu einer intellektuellen auseinandersetzung kam. diese erzählung ist nur ein kleiner teil des mahabharata (lied des kampfes des bharata). genauer gesagt ist sie ein teil des 6. buches des indischen nationalepos und umfasst die kapitel 25 bis 42. die bhagavad gita besteht aus 700 versen und shlokas  und sie wird singend vorgetragen.

aus diesem kriegswirrwarr traten unter anderem buddha hervor, religiöse und soziale reformer mit eigenen geistigen anschauungen....

auf eine erneute zeit der hochblüte folgte wieder eine zeit der wirren.

die aphorismen des patanjali entstehen. damit das alte wissen nicht verwässert, schrieb patanjali die yoga-sutra, auch als raja – yoga oder ashtanga – yoga bekannt. der königliche pfad der erkenntnis. patanjali brachte ein komprimiertes wissen in 195 merksätzen unter ....     eine enorme leistung!

yoga sutra des patanjali
shankarcharya mit dem atma-bodha und dem viveka chudamani
tantrismus oder kundalini yoga
hatha – yoga nach svatmarama

hatha-yoga-pradipika heisst übersetzt: leuchte des strengen yoga. sie wurde im 16. jahrhundert von svatmarama niedergeschrieben. er unterteilte das buch in 4 kapitel mit 395 versen. als seine grundquelle gilt goraksanatha's „goraksha-sataka“, das etwa im 12. jahrhundert entstanden sein soll.

der hatha-yoga will auf den raja-yoga vorbereiten. hierfür lehrt er körper- und atemübungen in form von asana, pranayama und mudra.

jede dieser schriften versucht uns eine antwort auf die brennenden fragen zu geben:

wer bin ich?
woher komme ich?
was ist der sinn meines lebens?
wohin gehe ich, wenn ich sterbe?

anhand der babuschka lassen sich die indischen yoga lehren bildlich darstellen:

die 5 hüllen, die wir sowohl in der taittiriya upanishad als auch bei shankaracharya finden, lassen sich wie folgt auflisten und erklären:

1 anna – maya kosha, die nahrungshülle, der grobstoffliche körper (asana-praxis)
2 prana – maya kosha, die vitalhülle, der energiekörper (asana und pranayama)
3 mano – maya kosha, die denkhülle, der mentalkörper (gefühle und konzentration)
4 vijnana – maya kosha, die intelligenzhülle, der erkenntniskörper (konzentration und meditation)
5 ananda – maya kosha, die seligkeitshülle, der glückseligkeitskörper (versenkung in das wahre wissen)

die frucht erkenntnis von atman, dem eigenen wahren wesen und erreichung des höchsten zustandes samadhi oder kaivalya

wie rilke so wunderschön formuliert:

ich lebe mein leben in wachsenden ringen
die sich über die dinge ziehn.
ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen
aber versuchen will ich ihn.

ich kreise um gott, um den uralten turm
und ich kreise jahrtausendelang.
und ich weiss noch nicht: bin ich ein falke,
ein sturm, oder ein grosser gesang.